Vorsitzende des Ausschusses Gewerblicher Rechtschutz und Urheberrecht im Bitkom e.V. Jahrgang 1969, Juristen, 1999 frisch vom Studium des Völkerrechts zu Bitkom gekommen. In der Sache unsicher, weder in Software noch im Patentrecht erfahren, ließ Bremer sich ihre Diskussionsbeiträge bis zum Frühjahr 2002 weitgehend von ihrem Amtsvorgänger Fritz Teufel gestalten. Zu diesen gehörte ein Auftritt vor dem Bundestag.
Die Sitzung vom Frühjahr 2002, auf der 7 Großkonzern-Patentjuristen gegen einen KMU-Vertreter die Verbandsposition gegenüber dem Patentrichtlinienentwurf festlegten, wurde von Bremer einberufen und von Teufel inhaltlich bestimmt, wobei Teufel einige übereifrige Pro-Swpat-Töne von Bremer abmilderte. So hatte Bremer in ihrer Variante des Resolutionsentwurfs behauptet, dass die Stärkung des Patentwesens zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen werde.
Frau Bremer war seit Anfang 2001 mehrfach von Patentkritikern innerhalb und außerhalb von Bitkom im Vorfeld darauf hingewiesen worden, dass die meisten Softwareunternehmen die Ausweitung des Patentwesens in ihren Bereich hinein mit Unbehagen sehen. Sie berichtete uns sogar mündlich von kleineren Umfragen innerhalb von Bitkom, die dieses Bild bestätigten. Ihr lagen umfangreiche Dokumentationen über die Problematik der Logikpatente vor. Doch diese Erkenntnisse ließen sie ähnlich unberührt wie auch ihren BSA-Kollegen Francisco Mingorance. Vermutlich bemüht sich Frau Bremer ebenso wie Herr Mingorance lediglich um gute Beziehungen zu den Kreisen, die sie für maßgeblich hält, und interessiert sich ansonsten nicht für das Thema.
Derzeit, im Herbst 2002, ist Frau Bremer in Mutterschaftsurlaub.
Lebenslauf Bremer
- Lebenlauf anlässlich eines Auftritts von Kathrin Bremers bei einer DRM-Konferenz 2002.
Kathrin Bremer wurde 1969 in Frankfurt am Main geboren. Sie studierte von 1988 bis 1994 Rechtswissenschaften an der Universität Frankfurt am Main und an der Université Paris X Nanterre in Paris, wo sie die maitrise en droit public erwarb. Die Schwerpunkte ihres Studiums lagen auf den Gebieten des Europarechts und des Völkerrechts. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung arbeitete Kathrin Bremer in den Jahren 1995 und 1996 neben ihrem Promotionsstudium in der international ausgerichteten Anwaltssozietät Döser Amereller Noack Baker & McKenzie. Von 1997 bis 1999 absolvierte sie ihr Referendariat in Frankfurt am Main und in Genf, wo sie für die Ständige Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen tätig war. Ihre Promotion auf dem Gebiet des Völkerrechts hat sie 1998 abgeschlossen. Im Jahr 1999 begann Kathrin Bremer ihre Tätigkeit für den Fachverband Informationstechnik im Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., der einer der Gründungsverbände des im November 1999 gegründeten Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) ist. Im BITKOM ist Kathrin Bremer verantwortlich für Rechtsfragen zum E-Commerce und zum gewerblichen Rechtsschutz sowie insbesondere zum Urheberrecht.
Auf dem DRM-Seminar in Berlin Anfang 2002 vertritt sie ohne jedes Problembewusstsein Verwertungsutopien nach dem Geschmack des Bitkom-Vorsitzenden Rohleder.
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- Bild von Katrhin Bremer
Bitkom zu Softwarepatenten: Beiträge zur Bundestags-Anhörung 2001-06-21
- Das Referat hielt die Vorsitzende des Arbeitskreises Gewerblicher Rechtschutz, Frau Dr. Katrin Bremer. Anwesend war auch PA Fritz Teufel von IBM, der diesen Arbeitskreis bis vor kurzem geleitet hatte. In ihrem Referat fordert Frau Bremer eine zügige Legalisierung von Softwarepatenten durch Anpassung von Art 52 EPÜ an die Rechtsprechung des Europäischen Patentamtes und meint, die "Opensource-Bewegung" werde es überleben, da sie innovativ sei. In der später eingereichten offenbar von PA Teufel geschriebenen schriftlichen Eingabe heißt es, freie Software sei nicht innovativ und es seien immer die Nachahmer, die das Patentwesen fürchteten.
Vom Teufel geritten --- BITKOM e.V.
- Der deutsche Branchenverband Bitkom hat erst Mitte 2001 begonnen, sich mit Fragen der Patentpolitik zu befassen. Die Meinungsbildung fand offenbar in einem sehr kleinen Kreis von Juristen und Patentjuristen statt, wobei IBM-Patentanwalt Fritz Teufel alles dominierte. An der EU-Konsultation 2000 zu Swpat nahm Bitkom wegen unabgeschlossener Meinungbildung in der Sache nicht teil, dafür aber sprang der europäische Dachverband EICTA ein, für den offenbar ebenfalls Teufel die Stellungnahme schrieb.
Francisco Mingorance
- Wahlverwandtschaften?