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Freie Demokratische Partei (FDP.de) und Logikpatente
Stimme gegen Softwarepatente und für Parlamentarische Demokratie in Europa!

Am 25. Mai 2004 stellte die FDP einen Entschließungsantrag im Bundestag, der sehr klar gegen die Patentierbarkeit von Software und für die Position des Euorpäischen Parlamentes in dieser Frage Stellung nimmt. Die FDP ist neben den Grünen die einzige Partei, die zum Thema Softwarepatente eine Position beschlossen hat. Während sich der Düsseldorfer Beschluss von 2000 noch als Formelkompromiss deuten lässt, fand die FDP im September 2000 und im Frühjahr 2004 unmissverständliche Worte gegen die Patentierung von Software. Seitdem haben einige Regionalverbände ähnliche Resolutionen verabschiedet. Dennoch ist auch für die meisten FDP-Politiker das Patentwesen ein Buch mit sieben Siegeln, und die Bewusstseinsbildung steht erst ganz am Anfang.
Der Düsseldorfer Beschluss lehnt sich an die vorigen Erklärungen der Abgeordneten Brüderle und Otto an, die sich im Herbst 2000 gegen die Streichung der EPÜ-Bestimmung, wonach "Programme für Datenverarbeitungsanlagen" nicht zu den patentfähigen Erfindungen gehören, ausgesprochen hatten. Im letzten Absatz werden jedoch doppelbödige Begriffe aus der Sprache des Europäischen Patentamts übernommen, welche es erlauben dürften, den Beschluss bei Bedarf zu verwässern.

Der medienpolitische Sprecher MdB Hans-Joachim Otto zeigt Mitte 2001 zeitweilig Tendenzen, den Wünschen der Patentlobby entgegenzukommen und nur noch die "Patentierung von Geschäftsmodellen" abzulehnen. Mit den Bestrebungen einiger Bundestagsabgeordneter, im Bundestag GNU/Linux einzuführen, konnte sich Otto nicht so recht anfreunden. Auf einigen von Microsofts PR-Berater Hunzinger organisierten parlamentarischen Abenden trat Otto als Ehrengast auf. Während des Wahlkampfes 2002 nahm er in der Frage der Logikpatente eine unentschiedene Haltung ein. Dies änderte sich nach dem Beschluss des Europäischen Parlaments. Im März 2004 informierte sich das Büro Otto intensiv über die Fragen und erarbeitete zusammen mit FDP-Arbeitsgruppen Positionen, die denen des FFII sehr nahe stehen. Dies hatte u.a. mit fortgeschrittener Meinungsbildung in FDP-nahen Freiberufler- und Mittelstandsvereinigungen und entsprechenden FDP-Arbeitskreisen zu tun.

Zu den Mitgliedern der FDP gehören der derzeitige Präsident des Europäischen Patentamtes (EPA) Ingo Kober und weitere EPA-Funktionäre. Auch Sabine Leutheuser-Schnarrenberger bekleidete zeitweilig führende Rollen im EPA. Auch das Patentanwaltsmilieu steht der FDP nicht fern. Andererseits arbeiten hundertausende von Programmierern in kleinen Wirtschaftseinheiten, die ebenfalls zur Zielkundschaft der FDP gehören. Mit dem Wort "Individualsoftware" in der Erklärung soll dies vielleicht angedeutet werden. Sonst wäre die Erwähnung von Individualsoftware kaum zu erklären, denn die Patentgefahr beschränkt sich weder auf diesen Sektor noch trifft sie ihn am stärksten. Man kann ahnen, dass es auf dem Parteitag einen Richtungsstreit gegeben haben muss.

?!?Erarbeitung von Positionen zum EU/BSA-Richtlinienentwurf fordern
Die größte Gefahr ist, dass alle das Thema schlorren lassen und warten, bis die EU-RiLi nur noch in nationales Recht umgesetzt werden kann maW das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
?!?Vorhandene FDP-Positionen sammeln
Grundsatzprogramm und ähnliche Dokumente lesen, einschlägiges heraussuchen
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© 2005/01/06 (2004/08/24) Arbeitsgruppe
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