#title: Dr. Joachim Wuermeling MdEP und Softwarepatente #descr: Joachim Wuermeling, Doktor des Rechts, Mitglied des Europäischen Parlaments, CSU, Schattenberichterstatter der Europäischen Volkspartei (EVP) über die Softwarepatentrichtlinie und gelegentlich über andere Patentangelegenheiten, setzte sich gegen alles ein, was die Patentierbarkeit irgendwie beschränken könnte (z.B. Interoperabilitätsprivileg) und für alles, was sie erweitert (z.B. die von der Eur. Kommission nicht vorgesehenen Programmansprüche). Die meisten EVP-Abgeordneten folgen Wuermeling in diesen Fragen blind. Viele Kritiker haben mit Wuermeling vergeblich den Dialog gesucht. Während Wuermeling für Gespräche bislang unzugänglich geblieben ist, sucht er aktiv den Kontakt zur Presse, um sich als Gegner von Patenten auf %(q:reine Software und Geschäftsmethoden) auszugeben. Den in der Öffentlichkeit entstandenen gegenteiligen Eindruck führt er durchweg auf %(q:unbegründete Ängste der Opensource-Bewegung) zurück. Wuermeling brachte im Rechtsausschuss einen wirkungslosen Änderungsantrag (Erwägungsgrund 13d) ein, demzufolge ein Patentanspruch sich nur auf ein bestimmtes Produkt beziehen und Algorithmen nicht erfassen kann. Wuermeling scheint selber auf die Verharmlosungen hereingefallen zu sein, die er besorgten Anfragern gegenüber doziert. Hierüber macht sich Wuermelings Klientel in internen Schriftstücken lustig. Wuermeling wirft dem Europäischen Parlament vor, es sei im September vor der %(q:Angstpropaganda der Opensource-Lobby) eingeknickt, und sieht in der Ratsentscheidung vom Mai 2004 ein %(q:positivies Zeichen für den Innovations-Standort Europa). #aWa: Dr. Joachim Wuermeling MdEP und Softwarepatente #auh: Joachim Wuermeling, Doktor des Rechts, Mitglied des Europäischen Parlaments, CSU, Schattenberichterstatter der Europäischen Volkspartei (EVP) über die Softwarepatentrichtlinie und gelegentlich über andere Patentangelegenheiten, setzte sich gegen alles ein, was die Patentierbarkeit irgendwie beschränken könnte (z.B. Interoperabilitätsprivileg) und für alles, was sie erweitert (z.B. die von der Eur. Kommission nicht vorgesehenen Programmansprüche). Die meisten EVP-Abgeordneten folgen Wuermeling in diesen Fragen blind. Viele Kritiker haben mit Wuermeling vergeblich den Dialog gesucht. Während Wuermeling für Gespräche bislang unzugänglich geblieben ist, sucht er aktiv den Kontakt zur Presse, um sich als Gegner von Patenten auf %(q:reine Software und Geschäftsmethoden) auszugeben. Den in der Öffentlichkeit entstandenen gegenteiligen Eindruck führt er durchweg auf %(q:unbegründete Ängste der Opensource-Bewegung) zurück. Wuermeling brachte im Rechtsausschuss einen wirkungslosen Änderungsantrag (Erwägungsgrund 13d) ein, demzufolge ein Patentanspruch sich nur auf ein bestimmtes Produkt beziehen und Algorithmen nicht erfassen kann. Wuermeling scheint tatsächlich die verharmlosenden Erklärungen zu glauben, die ihm einige Verbandslobbyisten liefern. Die selben Verbandslobbyisten machen sich in internen Schriftstücken über Wuermelings fehlendes Verständnis für elementare Zusammenhänge des Patentwesens lustig. Wuermelings Unwissen und Unzugänglichkeit hängen möglicherweise damit zusammen, dass er mit den Arbeiten für den Verfassungskonvent überlastet ist. #Wni: Der Wuermelingsche Standard-Diskurs #Whe: Wuermelings Aktivitäten im Zusammenhang mit der Softwarepatent-Richtlinie #Slt: Berichte von gescheiterten Kontaktversuchen #Knr: Folgende Versatzstücke finden sich typischerweise in Antworten von Wuermelings Fraktionskollegen an besorgte Software-Entwickler. Sie zeugen von mangelnder Kenntnis sowohol der ökonomischen wie der juristischen Aspekte der Software-Innovation und von grob-fahrlässigem Umgang mit zentralen ordnungspolitischen Fragen. #Gti: Grundsätzlich bedarf die patentrechtliche Behandlung computerimplementierter Erfindungen einer gemeinschaftsweiten Regelung. Moderne Erfindungen stützen sich zunehmend auf Computerprogramme. Diese Innovationen können nicht von jeglichem Schutz ausgenommen werden. Der Schutz des geistigen Eigentums kann in solchen Fällen einerseits durch die Erteilung eines Patents auf die Erfindung, andererseits durch den Kopierschutz des Urheberrechts erreicht werden. #hdW: Urheberrecht ist nicht Kopierschutz. Schutzgegenstand ist die %(e:Schöpfung), ähnlich wie beim Patent die %(q:Erfindung). Wuermeling neigt dazu, das Urheberrecht klein zu reden und hat in diesem Zusammenhang auch schon juristisch unhaltbare Falschaussagen unter seinen Fraktionskollegen verbreitet. #eas: Jedoch ist die Abgrenzung schwierig. Das hat zu einer uneinheitlichen Rechtspraxis in der Europäischen Union geführt. Während das Patentamt eines Mitgliedstaats auf eine bestimmte Erfindung ein Patent erteilt hat, wurde das von den zuständigen Stellen eines anderen Mitgliedstaates verweigert. Das ist nicht hinnehmbar in einem Binnenmarkt. #vci: Das ist unvermeidbar und von keinem Richtlinienvorschlag änderbar. Es gibt beim Patentrecht eine gewisse systematische Unsicherheit hinsichtlich der Gültigkeit von Patenten. Diese Unsicherheit wird durch Wuermelings Richtlinie eher vergrößert als verkleinert, wie eine für seinen Rechtsausschuss angefertigte Studie belegt. #ife: Die Kommission hat vorgeschlagen, das Patentrecht in diesem Feld zu harmonisieren. Sie stützt sich dabei im wesentlichen auf die in den Mitgliedstaaten und beim Europäischen Patentamt existierende Praxis. Ziel ist eine möglichst einheitliche Rechtsanwendung durch Patentämter und -gerichte innerhalb des Binnenmarktes. Wir unterstützen diesen Ansatz. #rtu: Die Europäische Kommission hat sich streng an der Praxis des Europäischen, Japanischen und Amerikanischen Patentamtes orientiert, wie sie von der %(ts:Trilateralen Konferenz) der drei Ämter im Jahre 2000 formuliert wurde. Nationale Praxis fand keine Berücksichtigung. #ttW: Dabei wird - entgegen Ihrer Einschätzung - nicht etwa eine generelle Patentierung von Software ermöglicht. #Wei: Voraussetzung für die Patentierbarkeit soll hingegen das Vorliegen eines %(q:technischen Beitrags) sein. Das ist bei reiner Software nicht der Fall. #tSW: Es ist bei Software in der Regel der Fall. #tae: Es wäre andererseits auch nicht gerechtfertigt, einer Erfindung nur deshalb die Patentierung zu versagen, weil sie EDV-Elemente beinhaltet. Damit folgen wir bewusst nicht der US-Praxis. Dort haben die Patentämter selbst für computergestützte Geschäftsmethoden Patente erteilt. Das wollen wir nicht. #iee: Auch das EPA erteilt systematisch Patente für computergestützte Geschäftsmethoden, und die Richtlinie macht dies unvermeidbar. #rd4: Deshalb wollen wir im Europäischen Parlament juristisch sicherstellen, dass reine Software nicht patentiert werden kann. (Art. 4, Ziff. 1: %(bc:Um patentierbar zu sein, müssen computerimplementierte Erfindungen neu sein, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen und gewerblich anwendbar sein. Um das Kriterium der erfinderischen Tätigkeit zu erfüllen, müssen computerimplementierte Erfindungen einen technischen Beitrag leisten.)) #bie: Alle neuen Programmierideen erfüllen diese Voraussetzungen. Art 4(1) ist redundant und schränkt die Patentierbarkeit von Software nicht ein. #crs: Der berechtigten Forderung auch weiterhin die Entwicklung Freier Software zu ermöglichen, entspricht das Europäische Parlament, wenn es in einem neu eingefügten Artikel klare Ausnahmen von der Patentierbarkeit statuiert: %(bc:Erfindungen, zu deren Ausführung ein Computerprogramm eingesetzt wird und durch die Geschäftsmethoden, mathematische oder andere Methoden angewendet werden, [sind] nicht patentfähig, wenn sie über die normalen physikalischen Interaktionen zwischen einem Programm und dem Computer, Computernetzwerk oder einer sonstigen programmierbaren Vorrichtung, in der es abgespielt wird, keine technischen Wirkungen erzeugen) (siehe Artikel 4a im Berichtsentwurf des Rechtsausschusses). Damit wären auch sich aus den Naturgesetzen ergebende logische Abfolgen nicht patentierbar. #tBj: Auch Artikel 4a bestätigt lediglich die Praxis des Europäischen Patentamtes, die zur Patentierung von Algorithmen und Geschäftsmethoden wie in den USA führt. Worte wie %(q:normale physische Interaktionen) sind leer, der Begriff %(q:technischer Beitrag) oder %(q:technisch) ist undefiniert. Es waren Wuermeling und seine Parteigänger im Rechtsausschuss, die konsequent und erfolgreich jeden Versuch einer Präzisierung, wie von anderen Ausschüssen unternommen, bekämpft haben. #dce: Mit dem Unterschied zwischen freier und proprietärer Software hat all das nichts zu tun. Wuermeling verschickt dieses Standardschreiben an alle Kritiker, unabhängig davon, ob die Benachteiligung freier Software in deren Anfrage überhaupt als Problem genannt worden war. #Wed: Die Befürchtung, einzelne bisher freie Softwareelemente könnten durch eine spätere Patentierung geschützt werden, ist nicht berechtigt. Denn das Patent schützt - anders als das Urheberrecht - nicht einzelne Elemente der Erfindung, sondern nur die Erfindung als solche. #lun: Jedes einzelne Element laut JURI-Entwurf eine potentiell patentierbare Erfindung. Patente beziehen sich immer auf einzelne Ideen, nicht auf komplexe Ideengewebe. #suW: Wuermeling fehlen offenbar Grundkenntnisse darüber, was ein Patent ist. Dieses mangelnde Verständnis zeigt sich insbesondere in Wuermelings Änderungsantrag zu Erwägungsgrund 13(d), über den Patentjuristen aus Wuermelings Klientel sich lustig machen. So etwa Patentanwalt Erwin Basinski in einem Memorandum von Ende August 2003: #fne: Außerdem wäre eine solche Software nicht %(q:neu) im Sinne des Patentrechts. #rai: In der Tat geht es vor allem um künftige Rechenregeln. Aber auch um diejenigen Logikpatente, die seit 1986 vom Europäischen Patentamt gegen den Buchstaben und Geist des Gesetzes erteilt worden sind, und deren Rechtsbeständigkeit den Konzern-Patentanwälten (Herrn Wuermelings Klientel) besonders am Herzen liegt. #idb: Das Patent schützt gerade mittelständische Entwickler. Denn ohne die Patentierung könnten große Vermarkter ohne Sanktion Ideen von kleinen Häusern nutzen und den finanziellen Gewinn daraus ziehen. Die %(me:jüngste Verurteilung von Microsoft zum Schadenersatz von 520 Mio. US$ wegen Verletzung des Patents eines Softwarehauses) zeugt davon. #eri: Microsoft wurde hier für Verletzung eines %(q:reinen Softwarepatentes) verurteilt, wie Wuermeling sie angeblich verhindern will. Das Eolas-Patent ist imstande, weit über Microsoft hinaus grossen Flurschaden anzurichten. Inhaber ist nicht ein %(q:mittelständischer Entwickler) sondern eine Patent-Glücksritter-Firma, die bei einem Universitätsprojekt absprang. #trd: Wir unterstützen aus den oben genannten Erwägungen die Richtlinie mit den im Berichtsentwurf vorgesehenen Änderungen. Nur so kann ein Abdriften in amerikanische Verhältnisse mit einer zu weitgehenden und daher schädlichen Patentierung vermieden werden. #ccc: Am EPA herrscht ohnehin bereits der %(te:trilaterale) Erteilungs-Standard. Ein weiteres Abdriften ist kaum noch möglich und auch nicht in Sicht. Keineswegs unwahrscheinlich erscheint hingegen eine Rückkehr des EPA auf den Pfad der Tugend. Wenn sie nicht in letzter Minute durch die Richtlinie von Wuermeling und Freunden blockiert wird. #tir: Veröffentlichung des Richtlinienvorschlages der Kommission #une: Ernennung zum Schattenberichterstatter der EVP #ulv: Veröffentlichung des %(ec:Aufrufs zum Handeln) und %(ep:Gegenvorschlages von FFII/Eurolinux) #UWn: Wuermeling gehört nicht zu den Unterzeichnern, aber es zeigt sich im Vergleich zu der früheren klareren Sprache des Kollegen Dr. Martin Mayer eine Verschiebung hin zu nebeligen Begriffen aus dem Umfeld der Patentämter, die mit Wuermelings Zuständigkeit zu tun haben könnte. #ctW: Telefonat von Wuermeling mit %(jm:Patentrichter Melullis), welches Wuermeling gelegentlich gegenüber Gesprächspartnern erwähnt, so auch öffentlich bei der kurz darauf folgenden JURI-Anhörung. Wuermeling scheint von der Nachdenklichkeit des obersten deutschen Patentrichters wenig gelernt zu haben. #rnn: Störmanöver während des Vortrags von Hartmut Pilch bei der Anhörung in JURI #thi: Wuermeling macht bereits vor Beginn der Rede Geräusche, verlässt während ihr den Saal, protestiert nach ihr gegen die %(q:massiven Vorwürfe des Herrn Pilch). #Etk: Gegenüber Journalisten einer EU-Zeitung erklärt Wuermeling, nur die Opensource-Szene sei gegen Softwarepatente, und sie verstehe nichts vom Patentrecht und habe keine konstruktiven Gegenvorschläge geliefert. #ept: Auf einer JURI-Sitzung äußert Arlene McCarthy vorsichtige Kritik an der Praxis des Europäischen Patentamtes. Daraufhin steht Wuermeling auf und hält eine Rede zur Verteidigung des EPA. #jnu: Briefe der BDI-Patentjuristen an Wuermeling, Forderung nach Durchsetzung von %(pa:Programmansprüchen), ansonsten Billigung des Kommissions-Ansatzes. #Wee: CSU-Mitstreiterin Angelika Niebler scheitert im Industrieausschuss mit ihren Versuchen, Beschränkungen der Patentierbarkeit zu verhindern und %(pg:Programmansprüche) durchzusetzen. Niebler handelt immer in enger Tuchfühlung mit Wuermeling. #hin: Bei einer CDU-Tagung zum Thema Patentrichtlinie in Berlin lässt sich Wuermeling von seinem Assistenten vertreten. Allgemein herrscht auf der Tagung Unbehagen über Wuermelings Linie. #Iet: Wuermeling gibt sich auf JURI-Sitzungen ein wenig nachdenklich, unterstützt aber McCarthy-Kurs ebenso wie den Kurs seiner Partei-Kollegen, die Anträge zur Durchsetzung von Programmansprüchen einreichen. #Wkm: Wuermelings Mitstreiter in der EVP-Fraktion setzen in JURI Programmansprüche durch. #trs: Wuermeling reicht %(q:Kompromiss-Änderungsantrag 4) betreffend Erwägungsgrund 13(d) ein und unterstreicht damit ein altes grundlegendes Missverständnis, wonach der Patentanspruch nur ein bestimmtes Produkt in seiner Gesamtheit betreffe. Obwohl niemand mit dem Antrag etwas anfangen kann, stimmt der Rechtsausschuss mit seiner sozialistisch-konservativen Kompromiss-Mehrheit dafür. #elg: Wuermeling ist unter den Empfängern des Offenen Briefes, der vorher immer wieder in privater E-Post und telefonisch von verschiedenen Seiten gestellte Fragen wiederholt. Diese Fragen wurden von Wuermeling bislang ignoriert. #nxw: Gegenüber der Süddeutschen Zeitung wiederholt Wuermeling seine Darstellung, die %(q:Opensource-Szene) habe die Richtlinie missverstanden, er wolle gar keine Softwarpatente etc. #reW: Wuermeling wiederholt seinen Standard-Diskurs gegenüber dem Linux-Verband, der spezifische Fragen gestellt hatte. #dIf: Die Patentlobby läuft gegen den %(io:Interoperabilitäts-Änderungsantra g 6a) Sturm, der in JURI versehentlich durchrutschte. Wuermelings Fraktion drängt darauf, ihn aus der Richtlinie zu streichen. #Wam: Wuermeling wiederholt seinen Standard-Diskurs gegenüber dem %(hb:Handelsblatt) und der Financial Times. #lri: Dem Handelsblatt-Artikel ist eine Leserbefragung beigefügt, deren Ergebnis darauf hin deutet, dass über 70% der Leser Wuermelings Diskurs nicht überzeugend finden. #tin: Armin Laschet MdEP versendet das Wuermelingsche Standard-Schreiben an einen Anfrager. #Wit: In einigen Punkten unterscheidet sich %(lv:Laschets Variante) von anderen: #Fwe: Der Fall %(EM) wird nicht erwähnt #rxf: Es findet sich ein Abschnitt, der das Patentevangelium in abstrakter Form predigt und Wuermelings Patentgesetzgebung vorab von Verantwortung für die zu erwartenden Folgen freispricht: %(q:Sollte die Gefahr der Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung bestehen, die zu Wettbewerbsverzerrungen und Nachteilen für die Konkurrenz führen könnte, ist dies keine Frage der Patenterteilung, sondern des Kartellrechts.) #WWi: Wuermeling empfängt eine Gruppe von Softwarepatentkritikern in seinem Büro. #eWl: Diese waren kurzfristig (ca 1-2 Tage im voraus) eingeladen worden. #oWe: Am selben Tag beantwortet Wuermeling (oder sein Assistent) Anfragen, die sich angehäuft haben, mit dem Wuermelingschen %(jw:Standard-Schreiben). #isl: Während Wuermeling in diesem Schreiben %(q:im Namen meiner Kollegen die Position der CDU/CSU-Gruppe) erläutert, wird in zeitgleichen Schreiben von CDU/CSU-Kollegen in den letzten Wochen zunehmend diese Position explizit als die Position des Kollegen Wuermeling bezeichnet. Wuermeling scheint unter einem gewissen Druck zu stehen, hat seine Positionen aber nicht im geringsten verändert. Selbst für kleinere Retuschen am Standard-Schreiben hat Wuermeling offenbar keine Zeit gehabt. #anm: Zahlreiche Vertreter von größeren Verbänden und Firmen die gegen Softwarepatente eingestellt sind versuchten vergeblich Wuermeling zu treffen oder ihn telefonisch zu erreichen. Uns ist niemand bekannt dem es gelungen ist ihn vor der endgültigen %(jd:JURI-Entscheidung) zu treffen. Aber, genau wie McCarthy, hatte Wuermeling immer sehr viel Zeit übrig um mit der Presse zu sprechen, so wie etwa mit Tanja Schwarzenbacher von der Süddeutschen Zeitung am 25. Juni 2003, der er seine übliche Geschichte von den %(q:grundlosen Ängsten der Open-Source-Vertreter) mitteilte, wobei er angab %(q:im Grunde nichts zu ändern) und %(q:Software als solche nicht patentieren zu wollen, nur computer-implementierte Erfindungen). #nrs: RA Jürgen Siepmann, Justiziar des Linux-Verbandes, schreibt: #ilW: Ein erster Kontaktaufnahmeversuch mit der Bitte um ein Gespräch erfolgte am 11.03.2003 per Email, da ich mich am 12.03.2003 in Strasbourg aufhielt. Am 12.03.2003 habe ich dann vom Parlament aus im Büro nochmals angerufen und meine Bitte wierderholt. #ase: Mir war klar, dass dies viel zu kurzfristig war. Deshalb gab es noch folgende Telephonate von meinem Büro aus: #EWe: und eine Email vom 20.03.2003, die ein Gesprächsangebot enthält. #far: Es wurde ein Treffen in Luxemburg in Aussicht gestellt, was aber nicht stattfand, da Herr Dr. Wuermeling keine Zeit hatte. #m6n: In weiteren Emails vom 03.04.2003 und vom 16.05.2003 wurde das Gesprächsangebot wiederholt. #TWr: Mit seinem Assistenten Herrn Huber hatte ich mehrere kurze Telephongespräche, in denen er ein Treffen am 31.03.2003 in Berlin vorschlug, was aber dann nicht stattfand, weil Herr Huber terminlich zu sehr eingeengt war. Es wurden in Berlin nur einige Worte zwischen Tür und Angel auf einer Veranstaltung der CDU über Softwarepatente gewechselt, in denen er pauschal versprach, dass unsere Bedenken berücksichtigt werden, was man aber nicht erkennen kann. Auch die telephonischen Gespräche mit Herrn Huber enthielten nur das pauschale Versprechen, unsere Bedenken zu berücksichtigen. #dir: Frau Dr. Krogmann äußerte sich auf dieser Veranstaltung am 31.03.2003 in der Bundesgeschäftsstelle der CDU in Berlin nicht besonders glücklich über die Entwicklungen in JURI, sie schien jedoch den Eindruck zu haben, dass man daran nichts ändern könne. #uni: Interessant finde ich, dass Herr Huber einerseits geäußert hat, die EVP-Mitglieder in JURI würden sich dem Votum von Herrn Dr. Wuermeling anschließen, während er in Berlin damit argumentiert hat, die Mehrheitsverhältnisse in JURI seien halt so. #oWn: Marco Schulze, Geschäftsführer der Firma Nightlab.com, verbrachte ab 27. August 2003 10 Tage im Europäischen Parlament, um mit Abgeordneten der CDU/CSU über die Logikpatent-Problematik zu sprechen. Er wurde stets an Wuermeling verwiesen. Wuermelings Assistent machte mit Schulze einen Termin aus, der dann aber ohne Angabe von Gründen abgesagt wurde. #lsa: Zahlreiche Briefe an Wuermeling blieben unbeantwortet, darunter ein Offener Brief des Linux-Verbandes, der Klarstellung anhand genannter Beispielpatente fordert und auf einen ebenfalls unbeantworteten Brief von Hartmut Pilch verweist. #tgg: Der Vortragsinhalt ist dort nicht zu finden. Er wurde vor dem Wirtschaftsrat der CDU/CSU gehalten, einem CDU-nahem Gremium welches sehr stark von protektionistischen Ideologien der Vorstände großer Unternehmen geprägt ist. Bei der gleichen Veranstaltung hielt Wuermelings Kollegin Angelika Niebler, die sich auch im Europaparlament für maximale Patentierbarkeit von Software stark machte, zusammen mit einem Vertreter des Gennahrungs- und Genpatent-Konzerns Monsanto zum Thema %(q:Vollkasko fuer die Umwelt auf kosten der Wirtschaft?) #6mi: Geboren: 1960 Familienstand ... NB: Bamberg ist ein bedeutender Siemens-Standort. #KsW: Dieser Bericht von Wuermeling über seine Erfolge in Brüssel erwähnt dass er sich eingehender mit dem Problem der Softwarepatente beschäftigt. #lem: Dort finden sich gelegentlich Fragmente zur Patentpolitik, z.B. %(bq:Eine Vereinfachung des Patentsystems ist lange überfällig, da Europa im globalen Wettbewerb der Innovationen gerade gegenüber den USA und Japan an Konkurrenzfähigkeit gewinnen muss,) so Wuermeling. %(bq:Mit dem Gemeinschaftspatent schließt die EU im globalen Wettlauf um den Patentschutz zu den USA auf. Der Binnenmarkt braucht ein Weltklassepatent.) #2uW: Dirk Schmidt 2003-08: Pantentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen - Softwarepatente? #def: Ein CDU-Stadtrat stellt den Europa-Abgeordneten seiner Fraktion öffentlich Fragen. #Sri: Am 20. Jahrestag von Microsofts europäischem Hauptquartier in München, sagte Dr. Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident und Chef der führenden konservativen Partei, der Christlich Sozialen Union (CSU), dass Bayern der Firma Microsoft eine Menge schuldete und forderte Loyalität, und sah unter anderem die Verpflichtung sich nicht dem Berliner Innenministerium anzuschliessen (dessen Minister Otto Schily ebenfalls anwesend war und eine distanziertere Rede hielt) wen es darum geht Linux-basierte Systemlösungen einzuführen. Zahlreiche einflussreiche Personen in der CSU haben seit dieser Zeit die Microsoft-Position in Debatten zum Einsatz freier Software in öffentlichen Verwaltungen vertreten #Wcs: Selbstdarstellung Wuermelings. Enthält einige politische Reden und Traktate, nichts zum Thema Softwarepatente. #eni: Wuermeling & Siemens #mPa: 2004-05-19 Wuermeling begrüßt Ratsentscheidung, meint Parlament sei von irrationalen Opensource-Lobbyisten verführt worden #toc: Diese offenkundige Fehlinformation zum Urheberrechtsschutz für Software wurden in der EPP-Fraktion durch ihren Schattenberichterstatter für Softwarepatente, Herrn Dr. Joachim Wuermeling, verteilt, der das Urheberrecht kennen sollte, da er selbst ein Anwalt ist. #enj: Der Vorsitzende des Linux-Verbandes weist Wuermeling darauf hin, dass seine Vorschläge das Gegenteil der von ihm verkündeten Zielsetzungen erreichen und fordert ihn auf, anhand von Beispielpatenten zu erklären, was er bezweckt und wie er seine Ziele erreicht. Dieser Brief ist bislang (2003/08/06) unbeantwortet geblieben. #pul: Wuermeling gehörte zu den Haupt-Adressaten dieser Bitte um Klarstellung der mehrdeutigen JURI-Formulierungen anhand im Brief beschriebener Beispielpatente und Fragestellungen. Die Klarstellung erfolgte nicht. #eoh: Wuermelings Standard-Antwort, am 16. September in englischer Sprache an Hartmut Pilch übersandt. #itt: Stellungnahme des EU Rats der Regionen 1999 gegen Softwarepatente #iWi: Diese Stellungnahme trägt die Unterschrift von Dr. Edmund Stoiber, Bayerns Regierungschef und Vorgesetzter von Wuermeling. Arlene McCarthy ist ebenfalls öfters in der politischen Szene des Rats der Regionen aktiv. #oja: Im Zusammenhang mit diesem Text veröffentlichte McCarthy einen Brief an die Financial Times, dem ein Brief von Harbour und Wuermeling vorausging. In diesem Brief beklagen sich Harbour und Wuermeling darüber, dass einige %(q:böswillige Opensource-Lobbyisten) sie an ihren Taten messen, statt, wie es sich gehört, an den guten Absichten, die sie für sich beanspruchen. # Local Variables: ; # coding: utf-8 ; # srcfile: /usr/share/emacs/21.3/site-lisp/mlht/app/swpat/swpatremna.el ; # mailto: mlhtimport@ffii.org ; # login: phm ; # passwd: YYYYY ; # feature: swpatdir ; # dok: swpatjwuermeling ; # txtlang: de ; # multlin: t ; # End: ;