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Wem gehört das Wissen?
Tag der Bananen-Union

Das Digitale Dilemma und Antwortversuche von OpenSource bis zu Urheberrechtsabgaben und Softwarepatenten. Eine Tagung am 20.-21. Oktober in Berlin in der Galerie der Heinrich Böll Stiftung
Diese Tagung war überaus anregende. Inzwischen gibt es dazu einen offiziellen Dokumentationsband, bei dem die mündlichen Redebeiträge aufgrund von Tonbandaufzeichnungen protokolliert wurden.
Heinrich Böll Stiftung in Kooperation mit Netzwerk Neue Medien und Foundation for a Free Information Infrastructure (FFII e.V.)
  • Wie wollen wir die Schöpfer von digitalen Werken und Innovationen künftig belohnt sehen?
  • Wohin führt die Verschärfung des Urheberrechts, die Ausweitung des Patentrechts, die Schaffung neuer Schutzrechte?
  • Was bringt die kollektive Belohnung über Pflichtabgaben (Urheberrechtsabgabe, Rundfunkgebühren, Steuergelder etc) oder Mikro-Spenden (digitales Straßenmusikmodell)?
  • Erübrigt der Erfolg der Freien Software die Sorge um Belohnungssysteme?
Bem: Dies ist ein möglicherweise veralteter Entwurf. Das definitive Programm ist im Veranstaltungskalender der Heinrich-Böll-Stiftung zu finden.

17.00:
Eröffnung
17.30-18.15 Uhr:
Wissen als Eigentum? Wie kann das Recht auf freien Zugang zu Wissen und Information in der globalen Wissensgesellschaft gewährleistet werden?

NN

18.15 -19.00 Uhr:
Geistiges Eigentum in der Wissensgesellschaft: Herausforderungen an ein zeitgemäßes Urheber- und Patentrecht

NN

19-20:
Abendessen
20.00-22.00:
Fishbowldiskussion:: Patentrecht, Urheberrecht oder maßgeschneidertes Softwarerecht: womit lässt sich die Software-Innovation wirklich fördern?

Das Europäische Patentamt möchte in Kürze das Patentrecht ändern, um Computerprogramme patentierbar zu machen. Derweil unterstützen 50000 Bürger, 200 Softwareunternehmen und zahlreiche Politiker eine Petition für ein softwarepatentfreies Europa. Die meisten von ihnen bevorzugen die ausschließliche Anwendung des Urheberrechts auf Software. Darüber hinaus gibt es diverse Entwürfe für softwarespezifische Alternativen zum Patentschutz.
Wer will eigentlich wann auf welchem Wege was entscheiden? Wie können wir auf diese Entscheidungen einwirken?N.N.
Warum sind Computerprogramme laut PatG/EPÜ nicht patentierbar? Der Technizitätsbegriff und seine Anwendung in alten und neuen GrenzfällenN.N.
Was haben wir davon, wenn wir informationelle Innovationen mit Patenten belohnen? Kurzvorstellung alter und neuer volkswirtschaftlicher Theorien über die Wirkungen des PatentwesensN.N.
Bedarf das Urheberrecht der Ergänzung durch ein gesondertes Schutzrecht für Software-Innovationen? Kurzeinführung in die Debatte über Sui-Generis-SystemeN.N.

NN
Moderation: Stefan Krempl (Journalist, Telepolis)

10-12 Uhr:
Panel I: Erübrigt der Erfolg des Opensource-Geschäftsmodells die Sorge um das richtige Belohnungssystem?
  • Was leistet heute Freie Software für die Volkswirtschaft? Welche Rolle spielen dabei diverse "Opensource-Geschäftsmodelle"?
  • Würden in einer Welt ohne künstliche Belohnungssysteme (staatlich sanktionierte Eigentumsrechte, staatliche Forschungs- und Kulturförderung) genügend gute Computerprogramme, Kunstwerke etc entstehen?
  • Beweist der Erfolg der Freien Software, dass es eine "Tragödie der digitalen Allmende" nicht gibt?
  • Welche politischen Rahmenbedingungen braucht die digitale Allmende, um zu gedeihen?

Impulsreferate:
NN + NN + NN
Moderation:
Markus Beckedahl
12.30 - 14 Uhr:
Panel II
  • Ist die von der Bundesregierung geplante Urheberrechtsabgabe auf IT-Geräte der richtige Weg, private und öffentliche Interessen zu wahren?
  • Wohin führt der Gegenvorschlag einiger IT-Verbandsfunktionäre, einen perfekten digitalen Kopierschutz und damit einen Markt für digitale Waren zu schaffen? Was ist von entsprechenden Initiativen (DMCA, Ucita, IFPI-Vorstoß, DVD-Streit, ASF-Streit, NAIIN) zu halten?
  • Sind die traditionellen Verwertungsrechte angesichts der digitalen Möglichkeiten (Napster, Gnutella, FreeNet, Mojonation) noch haltbar? Bringt die Einführung von freiwilligen Mikrogebühren (z.B. Mojonation, Street Performance Protocol) eine interessante Entlohnungsmöglichkeit für Musiker und Autoren?
  • Ist die Klassische Musik von Bach bis Brahms eine Opensource-Kultur früherer Zeiten? Wo sind dann heute die Kulturmäzene zu suchen? In der Werbebranche? In öffentlich-rechtlichen Systemen?
  • Lässt sich die Tradition der Urheberrechtsabgaben in etwas zeitgemäßeres umwandeln? Etwa in ein System zur Förderung der Informationsallmende, bei dem qualifizierte Fördergesellschaften ihre Belohnungsgrundsätze selber bestimmen und der Bürger über die Zuteilung seiner Pflichtabgabe an die eine oder andere Gesellschaft frei entscheidet?
Stellungnahmen:
Grietje Bettin, MdB + NN + NN
Moderation:
Oliver Passek
14 Uhr:
Mittagsbüffet, Ende der Tagung
15 bis 19 Uhr:
Treffen des Netzwerks Neue Medien
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© 2005/01/06 (2004/08/24) Arbeitsgruppe
deutsche Version 2003/12/10 von Hartmut PILCH