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amélioration de sécurité de réseaux par coupure physique d'un ordinateur intermédiaire des deux cotés en alternation

Pour mieux protéger un internet contre des attaques hacker, le mur de feu et toujours coupé sur un des deux cotés. Ainsi une communication en deux directions est maintenue par alternation rapide. Le propriétaire de ce brevet affirme que ce principe simple peut procurer une sécurité absolue a un intranet, tandis que les murs de feu actuelle procurent seulement une sécurité relative. Même si cette assertion semble douteuse, tous ceux qui veulent faire fonctionner ce principe doit obtenir une permission de Fraunhofer.

 

Feuille de Données

Brevets similaires:
WO0011846
Date de référence:
1998-08-22
Date de délivrance:
2001-02
Date de publication:
2000-02-24
demandeur ou propriétaire:
Fraunhofer Institut für Telematik
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1998-08-22
Date de délivrance:
2001-02
Date de publication:
2000-02-24
demandeur ou propriétaire:
Fraunhofer Institut für Telematik
dépôt de brevet (A):
revendications, désciption et résumé
version accordée (B1):
L'OEB publie le brevet final en une collection de fichiers graphiques. Pour les rendre plus lisibles, nous les avons réunis dans un seul gros fichier PDF.

Revendications

  1. Datenverbindung zwischen einem ersten Rechner (1) und einem zweiten Rechner (2) zum Zweck der Datenübertragung, dadurch gekennzeichnet, dass in der Datenverbindung ein Schleusenelement (6) angeordnet ist, wobei zwischen dem ersten Rechner (1) und dem Schleusenelement (6) ein erstes Schleusentor (7) und zwischen dem zweiten Rechner (2) und dem Schleusenelement (6) ein zweites Schleusentor (8) angeordnet ist, und wobei das erste Schleusentor (7) geschlossen ist, wenn das zweite Schleusentor (8) geöffnet ist und umgekehrt das zweite Schleusentor (8) geschlossen ist, wenn das erste Schleusentor (7) geöffnet ist.
  2. Datenverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Rechner (1) in einem ersten Rechnernetzwerk (9) angeordnet ist.
  3. Datenverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rechner (2) in einem zweiten Rechnernetzwerk (10) angeordnet ist.
  4. Datenverbindung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Rechner (1) als ein Server eines Rechnernetzes und das erste Rechnernetzwerk (9) als ein internes, unternehmensweites Rechnernetz ausgebildet ist.
  5. Datenverbindung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rechner (2) als ein Internet-Server ausgebildet ist und das zweite Rechnernetzwerk (10) das Internet ist.
  6. Datenverbindung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Rechnernetzwerk (9) ein dritter Rechner (3) und in dem Schleusenelement (6) ein vierter Rechner (4) angeordnet ist.
  7. Datenverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem ersten Rechner (1) und dem zweiten Rechner (2) als eine Integrated-Services-Digital-Network(ISDN)-Verbindung nach dem Net-Terminal-Basis-Adapter(NTBA)-Standard ausgebildet ist.
  8. Verfahren zum Übertragen von Daten zwischen einem ersten Rechner (1) zu einem zweiten Rechner (2) über eine Datenverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten in der einen Richtung von dem ersten Rechner (1) über ein geöffnetes erstes Schleusentor (7) in ein Schleusenelement (6) übertragen werden, das erste Schleusentor (7) geschlossen und dann ein zweites Schleusentor (8) geöffnet wird und die Daten über das geöffnete zweite Schleusentor (8) zu dem zweiten Rechner (2) und in der entgegengesetzten Richtung in umgekehrter Reihenfolge übertragen werden.
  9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten von dem ersten Rechner (1) über einen dritten Rechner (3), der mit dem ersten Rechner (1) in einem gemeinsamen Rechnernetzwerk (7) angeordnet ist, und über das Schleusenelement (6) an den zweiten Rechner (2) und umgekehrt übertragen werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufbau einer Datenverbindung und zur Datenübertragung zwischen dem dritten Rechner (3) und dem Schleusenelement (6) beide B-Kanäle einer ISDN-Verbindung nach dem Net-Terminal-Basis-Adapter(NTBA)-Standard verwendet werden.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass in dem dritten Rechner (3) eine Analyse der zu übertragenden Daten durchgeführt wird.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Analyse nach semantischen Gesichtspunkten erfolgt.
  13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe und die Dauer der Analyse individuell eingestellt werden.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zum Senden von Daten - die zu sendenden Daten von dem ersten Rechner (1) zu dem dritten Rechner (3) gesendet werden, - der dritte Rechner (3) die Daten analysiert und überprüft, - das erste Schleusentor (7) geöffnet wird, - die Daten von dem dritten Rechner (3) zu dem Schleusenelement (6) gesendet werden, - das erste Schleusentor (7) geschlossen wird, - das zweite Schleusentor (8) geöffnet wird,- die Daten von dem Schleusentor (6) an den zweiten Rechner (2) gesendet werden, und - das zweite Schleusentor (8) geschlossen wird.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zum Empfangen von Daten - das zweite Schleusentor (8) geöffnet wird, - die zu empfangenden Daten von dem zweiten Rechner (2) zu dem Schleusenelement (6) gesendet werden, - das zweite Schleusentor (8) geschlossen wird, - das erste Schleusentor (7) geöffnet wird, - die Daten von dem Schleusenelement (6) zu dem dritten Rechner (3) gesendet werden, - das erste Schleusentor (7) geschlossen wird, - der dritte Rechner (3) die Daten analysiert und überprüft und - die Daten von dem dritten Rechner (3) an den ersten Rechner (1) gesendet werden.
  16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die zu empfangenden Daten von dem Schleusenelement (6) zu dem dritten Rechner (3) zu dem Zeitpunkt gesendet werden, zu dem auch die zu sendenden Daten von dem dritten Rechner (3) zu dem Schleusenelement (6) gesendet werden.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die zu empfangenden Daten von dem zweiten Rechner (2) zu dem Schleusenelement (6) zu dem Zeitpunkt gesendet werden, zu dem auch die zu sendenden Daten von dem Schleusenelement (6) zu dem zweiten Rechner (2) gesendet werden.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Analyse der empfangenen Daten zeitgleich mit der Analyse der zu sendenden Daten durchgeführt wird.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Datenverbindung zwischen einem
ersten Rechner und einem zweiten Rechner zum Zweck der
Datenübertragung. Ausserdem betrifft sie ein Verfahren zum Übertragen
von Daten zwischen einem ersten Rechner zu einem zweiten Rechner über
eine Datenverbindung.

Der erste Rechner kann bspw. Teil eines internen unternehmensweiten
Rechnernetzwerkes sein. Der zweite Rechner könnte als ein Rechner im
weltumspannenden Internet ausgebildet sein.

Jede Datenübertragung zwischen zwei Rechnern wirft Fragen nach der
Sicherheit einer solchen Übertragung gegen unbefugtes Mithören oder
gar Manipulieren der Daten oder des Übertragungsvorgangs durch
unberechtigte Dritte auf. Für Unternehmen, Banken und Behörden kommt
ein weiterer Sicherheitsaspekt hinzu, wenn das eigene
unternehmensweite Rechnernetz gegen Angriffe von ausserhalb, bspw. aus
dem Internet, zu schützen ist. Insbesondere dann, wenn eine aktive
Verbindung zwischen Unternehmen und Internet besteht, kann durch
unbefugte Zugriffe auf das interne Rechnernetz eines Unternehmens die
Datensicherheit in diesem Rechnernetz gefährdet werden.

Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von unterschiedlich
ausgestalteten Datenverbindungen zur Datenübertragung bekannt. Zur
Lösung der Sicherheitsproblematik werden sog. Firewalls eingesetzt.
Bei den Firewalls werden die (TCP/IP-)Datenpakete analysiert,
unberechtigte Zugriffe verwehrt und berechtigte Anforderungen
zugelassen. Die Firewalls stellen jedoch keine physikalische Trennung
zwischen dem internen Rechnernetz eines Unternehmens und der
Aussenwelt her. Durch Manipulation der Firewalls von ausserhalb oder
durch anderweitig unberechtigten Zugriff ist es deshalb nach wie vor
möglich, sich von ausserhalb Zugang zu dem internen Rechnernetz zu
verschaffen und die Datensicherheit in dem unternehmensweiten
Rechnernetz zu gefährden. Wenn die Sicherheitsbedürfnisse eines
Unternehmens besonders hoch sind, können die bekannten Firewalls keine
ausreichende Sicherheit bieten.

Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Datenverbindung der eingangs genannten Art dahingehend auszugestalten
und weiterzubilden, dass es unberechtigten Dritten nicht möglich ist,
sich während einer Datenübertragung durch unberechtigten Zugriff
Zugang zu dem ersten Rechner zu verschaffen und dort die Daten zu
manipulieren.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von der
Datenverbindung der eingangs genannten Art vor, dass in der
Datenverbindung ein Schleusenelement angeordnet ist, wobei zwischen
dem ersten Rechner und dem Schleusenelement ein erstes Schleusentor
(inner flood-gate, IFG) und zwischen dem zweiten Rechner und dem
Schleusenelement ein zweites Schleusentor (outer flood-gate, OFG)
angeordnet ist, und wobei das erste Schleusentor geschlossen ist, wenn
das zweite Schleusentor geöffnet ist und umgekehrt das zweite
Schleusentor geschlossen ist, wenn das erste Schleusentor geöffnet
ist.

Erfindungsgemäss ist erkannt worden, dass erst durch eine
physikalische Trennung der beiden Rechner während der Datenübertragung
ein Zugriff auf einen der Rechner von aussen durch einen
unberechtigten Dritten wirksam und zuverlässig verhindert werden kann.
Durch das Schleusenelement erfolgt eine physikalische Trennung der
beiden Rechner voneinander. Zu keinem Zeitpunkt der Datenübertragung
sind die beiden Rechner miteinander verbunden, sondern je nach Zustand
der Schleusentore findet der Informationsaustausch im Rahmen der
Datenübertragung nur jeweils mit einer Seite der Kommunikationspartner
statt. Dadurch können mit vergleichsweise geringem Aufwand höchste
Sicherheitsvorgaben erfüllt werden.

Das Schleusenelement ist bspw. als ein Rechner ausgebildet. Die
erfindungsgemässe Datenverbindung führt zu einer geringen, für einen
Anwender kaum bemerkbaren Zeitverzögerung bei der Datenübertragung.
Während dieser Zeitverzögerung werden die Schleusentore geöffnet und
geschlossen und die zu übertragenden Daten analysiert. Durch eine
geeignete Ablaufsteuerung der einzelnen Schritte der Datenübertragung
kann die Zeitverzögerung auf ein Minimum reduziert werden.

Gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
vorgeschlagen, dass der erste Rechner in einem ersten Rechnernetzwerk
angeordnet ist. Der erste Rechner ist vorzugsweise als ein Server
eines Rechnernetzes und das erste Rechnernetzwerk als ein internes
unternehmensweites Rechnernetz ausgebildet. Bei derartigen
unternehmensinternen Rechnernetzwerken ist die Datensicherheit
besonders wichtig. Viele Unternehmen wickeln inzwischen einen
Grossteil ihrer Betriebsabläufe komplett elektronisch über ihre
internen Rechnernetze ab. Durch einen unbefugten Zugang zu diesen
Rechnernetzen von ausserhalb und durch eine Manipulation der darin
enthaltenen Daten kann einem Unternehmen sehr grosser Schaden
erwachsen. Hier sorgt die erfindungsgemässe Datenverbindung für
Abhilfe.

Gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
erfindungsgemässen Datenverbindung wird vorgeschlagen, dass der zweite
Rechner in einem zweiten Rechnernetzwerk angeordnet ist. Der zweite
Rechner ist vorzugsweise als ein Internet-Server ausgebildet und das
zweite Rechnernetzwerk ist das Internet. Die Angriffe von Dritten über
das Internet auf an das Internet angeschlossene unternehmensinterne
Rechnernetzwerke stellen eine besonders grosse Gefahr für die
Datensicherheit in solchen Unternehmen dar.

Bei der Datenübertragung von einem Rechner eines internen
Rechnernetzes zu einem Rechner des Internets ist die Datensicherheit
von ganz besonderer Bedeutung, da theoretisch viele Millionen von
Internetnutzern unerlaubterweise in das unternehmensinterne
Rechnernetz eindringen und dort abgelegte Daten manipulieren könnten.
Ausserdem sind in dem weltumspannenden und für jedermann zugänglichen
Internet eine Vielzahl von sog. Viren und Trojanischen Pferden in
Umlauf, die zu einer ernst zunehmenden Gefahr für den Datenbestand
eines Unternehmens werden können, wenn sie erst einmal in das interne
Rechnernetz des Unternehmens eingedrungen sind. Die erfindungsgemässe
Datenverbindung bietet eine geeignete Plattform, um einen sicheren und
zuverlässigen Schutz vor Viren etc. zu gewährleisten. Dazu müssen in
der Datenverbindung, vorzugsweise in dem Schleusenelement, geeignete
Analysemittel angeordnet werden.

Gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird
vorgeschlagen, dass in dem ersten Rechnernetzwerk ein dritter Rechner
und in dem Schleusenelement ein vierter Rechner angeordnet ist.
Der vierte Rechner kann sich innerhalb des Schleusenelements in einer
eigenen Netzwerkumgebung befinden, die jedoch physikalisch sowohl von
dem ersten Rechnernetzwerk als auch von dem zweiten Rechnernetzwerk
getrennt sein muss. Der Sinn des vierten Rechners besteht darin,
verschiedene Analyseprozesse innerhalb des Schleusenelements
durchzuführen und somit eine gewisse Vorselektion zu treffen.

Zum Senden von Daten werden die zu sendenden Daten von dem ersten
Rechner zu dem dritten Rechner gesendet. In dem dritten Rechner werden
die Daten analysiert und überprüft. Die Analyse der zu sendenden Daten
kann auch auf dem ersten Rechner erfolgen. Erst wenn die Überprüfung
keine Beanstandungen ergeben hat, wird das erste Schleusentor
geöffnet. Dann werden die Daten von dem dritten Rechner zu dem
Schleusenelement gesendet, und anschliessend wird das erste
Schleusentor wieder geschlossen. Erst nach vollständigem Schliessen
des ersten Schleusentors wird das zweite Schleusentor geöffnet. Dann
werden die Daten von dem Schleusenelement an den zweiten Rechner
gesendet, und danach wird das zweite Schleusentor wieder geschlossen.
Zum Empfangen von Daten wird zunächst das zweite Schleusentor geöffnet
und die zu empfangenden Daten werden von dem zweiten Rechner zu dem
Schleusenelement gesendet. Dann wird das zweite Schleusentor
geschlossen und erst wenn es vollständig geschlossen ist, wird das
erste Schleusentor geöffnet. Anschliessend werden die Daten von dem
Schleusenelement zu dem dritten Rechner gesendet. Dann wird das erste
Schleusentor geschlossen und danach analysiert und überprüft der
dritte Rechner die Daten. Erst wenn die Überprüfung keine
Beanstandungen ergeben hat, werden die Daten von dem dritten Rechner
an den ersten Rechner gesendet.

Durch die physikalische Trennung der beiden Rechner bzw.
Rechnernetzwerke voneinander werden Online-Angriffe von aussen auf
einen der Rechner in einem Rechnernetzwerk verhindert und es ist
unmöglich, die Analyseprozesse, die in dem dritten Rechner
durchgeführt werden, von aussen zu manipulieren.
Vorteilhafterweise ist die Verbindung zwischen dem ersten Rechner und
dem zweiten Rechner als eine
Integrated-Services-Digital-Network(ISDN)-Verbindung nach dem
Net-Terminal-Basis-Adapter(NTBA)-Standard ausgebildet. An diese
ISDN-Verbindung wird auch der dritte Rechner angeschlossen. Der vierte
Rechner hängt nicht unmittelbar an dem ISDN-NTBA, da er - über ein
eigenes Netz - mit dem Schleusenelement verbunden ist.

Auf diese Weise kann die Funktion des Schleusenelements einfach und
wirkungsvoll realisiert werden. Eine ISDN-Verbindung nach dem
NTBA-Standard weist zwei Datenübertragungskanäle (B-Kanäle) und einen
Steuerkanal (D-Kanal) auf. Somit gestattet ein ISDN-NTBA maximal zwei
Datenübertragungsverbindungen gleichzeitig. Die Datenverbindung ist so
aufgebaut, dass wenn der dritte Rechner zu dem Schleusenelement eine
Verbindung zum Zwecke der Datenübertragung aufbaut, hierfür beide
B-Kanäle des ISDN-NTBA benötigt werden: Über den einen B-Kanal erfolgt
die Anwahl des Schleusenelements, und über den anderen B-Kanal wird
die Datenübertragungsverbindung zu dem Schleusenelement hergestellt
(erstes Schleusentor geöffnet). Eine gleichzeitige Verbindung des
Schleusenelements zu dem zweiten Rechner ist also ausgeschlossen, da
der ISDN-NTBA keinen freien B-Kanal mehr zur Verfügung hat (zweites
Schleusentor kann nicht geöffnet werden).

Wenn umgekehrt über einen der beiden B-Kanäle bereits eine Verbindung
zwischen dem zweiten Rechner und dem Schleusenelement besteht (zweites
Schleusentor geöffnet), kann der dritte Rechner keine Verbindung mehr
zu dem Schleusenelement herstellen (erstes Schleusentor kann nicht
geöffnet werden), da dazu, wie oben erläutert, beide B-Kanäle des
ISDN-NTBA benötigt werden. Durch die doppelte Verwendung desselben
NTBA, einerseits an dem dritten Rechner und andererseits an dem
Schleusenelement, kann die Schleusenfunktion der erfindungsgemässen
Datenverbindung auf einfache Weise realisiert werden.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein
Verfahren der eingangs genannten Art dahingehend auszugestalten und
weiterzubilden, dass es unberechtigten Dritten nicht möglich ist, die
Datenübertragung zu beeinflussen oder sich zu einem der Rechner Zugang
zu verschaffen und dort die Daten zu manipulieren.

Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung ausgehend von dem
Verfahren der eingangs genannten Art vor, dass die Daten von dem
ersten Rechner über ein geöffnetes erstes Schleusentor in ein
Schleusenelement übertragen werden, das erste Schleusentor geschlossen
und dann ein zweites Schleusentor geöffnet wird und die Daten über das
geöffnete zweite Schleusentor zu dem zweiten Rechner und in der
entgegengesetzten Richtung in umgekehrter Reihenfolge übertragen
werden.

Vorzugsweise werden die Daten von dem ersten Rechner über einen
dritten Rechner, der mit dem ersten Rechner in einem gemeinsamen
Rechnernetzwerk angeordnet ist, und über das Schleusenelement an den
zweiten Rechner und umgekehrt übertragen.

Vorteilhafterweise werden zum Aufbau einer Datenverbindung und zur
Datenübertragung zwischen dem dritten Rechner und dem Schleusenelement
beide B-Kanäle einer ISDN-Verbindung nach dem
Net-Terminal-Basis-Adapter(NTBA)-Standard verwendet. Dadurch kann die
Funktion des Schleusenelements auf einfache und wirkungsvolle Weise
realisiert werden.

Gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung
wird vorgeschlagen, dass in dem dritten Rechner eine Analyse der zu
übertragenden Daten durchgeführt wird. Vorzugsweise erfolgt die
Analyse nach semantischen Gesichtspunkten.

Der dritte Rechner steht zu keinem Zeitpunkt der Datenübertragung mit
dem zweiten Rechnernetzwerk bzw. mit dem zweiten Rechner in direktem
Kontakt. Dies wird durch die Schleusentore verhindert, die während der
Datenübertragung niemals beide gleichzeitig geöffnet sind. Somit ist
es unberechtigten Dritten nicht möglich, während einer
Datenübertragung einen direkten Zugriff auf den dritten Rechner zu
erhalten und den in dem dritten Rechner enthaltenen Analysemechanismus
zu manipulieren.

In dem Schleusenelement selbst findet dagegen keine Analyse der zu
übermittelnden Daten statt, da das Schleusenelement zur Übermittlung
von Daten für eine bestimmte Zeitdauer in direktem Kontakt mit dem
zweiten Rechnernetzwerk bzw. mit dem zweiten Rechner steht. Während
dieser Zeitdauer könnte ein in dem Schleusenelement enthaltener
Analysemechanismus durch unberechtigte Dritte manipuliert werden.

Wenn die Daten über das geöffnete erste Schleusentor von dem
Schleusenelement zu dem dritten Rechner gesendet werden, können zwar
infizierte Dateien, d. h. Dateien, die Vireni oder Trojanische Pferde
enthalten, in dem dritten Rechner abgelegt werden. Dennoch besteht
hier ein entscheidender Unterschied zu der Funktionsweise der
bekannten Firewalls. Anstatt online alle Analyseprozesse
durchzuführen, kann der dritte Rechner ohne Bedrohung durch einen
Zugriff von aussen und interaktive Manipulation die passiven Daten,
die das Schleusenelement aus dem zweiten Rechnernetzwerk erhalten hat,
je nach gewünschter skalierbarer Analysetiefe und Analysedauer
untersuchen und ggf. vernichten.

Im Rahmen der semantischen Analyse der Daten kann überprüft werden, ob
der Inhalt bestimmter Dateien das unternehmensweite Rechnernetzwerk
verlassen und nach aussen gelangen darf. Bei der semantischen Analyse
von Dateien werden insbesondere die Anlagen zu elektronischen
Nachrichten (e-Mails) überprüft, da hierüber Dokumente beliebigen Typs
versendet werden können.

Eine semantische Analyse ist bei dem erfindungsgemässen Verfahren
möglich, da die Analysezeiträume flexibel gestaltet werden können.

Vorzugsweise erfolgt das Senden von Daten von dem ersten Rechner zu
dem zweiten Rechner in den nachfolgenden Schritten:

- Die zu sendenden Daten werden von dem ersten Rechner zu dem dritten
Rechner gesendet.
- Der dritte Rechner analysiert und überprüft die Daten.
- Das erste Schleusentor wird geöffnet.
- Die Daten werden von dem dritten Rechner (INS) zu dem
Schleusenelement gesendet.
- Das erste Schleusentor wird geschlossen.
- Das zweite Schleusentor wird geöffnet.
- Die Daten werden von dem Schleusenelement an den zweiten Rechner
gesendet.
- Und das zweite Schleusentor wird geschlossen.

Vorzugsweise erfolgt das Empfangen von Daten von dem zweiten Rechner
durch den ersten Rechner in den nachfolgenden Schritten:

- Das zweite Schleusentor wird geöffnet.
- Die zu empfangenden Daten werden von dem zweiten Rechner zu dem
Schleusenelement gesendet.
- Das zweite Schleusentor wird geschlossen.
- Das erste Schleusentor wird geöffnet.
- Die Daten werden von dem Schleusenelement zu dem dritten Rechner
gesendet.
- Das erste Schleusentor wird geschlossen.
- Der dritte Rechner analysiert und überprüft die Daten.
- Und die Daten werden von dem dritten Rechner an den ersten Rechner
gesendet.

Das erste Schleusentor wird bevorzugt von dem dritten Rechner
angesteuert, das zweite Schleusentor von dem Schleusenelement.

Gemäss einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemässen
Verfahrens werden die zu empfangenden Daten von dem Schleusenelement
zu dem dritten Rechner zu dem Zeitpunkt gesendet, zu dem auch die zu
sendenden Daten von dem dritten Rechner zu dem Schleusenelement
gesendet werden. Dadurch können in einem Zeitschritt zwei
unterschiedliche Schritte der Datenübertragung durchgeführt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass zu diesem Zeitpunkt die Positionen der
Schleusentore gleich sind. Im Fall dieser Weiterbildung ist das erste
Schleusentor nämlich geöffnet und das zweite Schleusentor geschlossen.

Gemäss einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden
die zu empfangenden Daten von dem zweiten Rechner zu dem
Schleusenelement zu dem Zeitpunkt gesendet, zu dem auch die zu
sendenden Daten von dem Schleusenelement zu dem zweiten Rechner
gesendet werden. Zu diesem Zeitpunkt sind das erste Schleusentor
geschlossen und das zweite Schleusentor geöffnet.

Gemäss noch einer anderen Weiterbildung des erfindungsgemässen
Verfahrens wird die Analyse der empfangenen Daten zeitgleich mit der
Analyse der zu sendenden Daten durchgeführt. Die Analyse der Daten
erfolgt vorzugsweise in dem dritten und/oder in dem vierten Rechner.

Die Analyse der zu sendenden Daten kann aber auch in dem ersten
Rechner erfolgen.

Grundsätzlich ist es möglich, jeweils diejenigen Schritte einer
Datenübertragung in einem Zeitschritt durchzuführen, bei denen die
Position der Schleusentore gleich ist.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird im
Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemässe Datenverbindung.

In Fig. 1 ist eine Datenverbindung zwischen einem ersten Rechner 1 und
einem zweiten Rechner 2 zum Zweck der Datenübertragung dargestellt. In
der Datenverbindung ist ein Schleusenelement 6 angeordnet, wobei
zwischen dem ersten Rechner 1 und dem Schleusenelement 6 ein erstes
Schleusentor 7 und zwischen dem zweiten Rechner 2 und dem
Schleusenelement 6 ein zweites Schleusentor 8 angeordnet ist. Das
erste Schleusentor 7 ist geschlossen, wenn das zweite Schleusentor 8
geöffnet ist, und umgekehrt ist das zweite Schleusentor 8 geschlossen,
wenn das erste Schleusentor 7 geöffnet ist.

Der erste Rechner 1 ist in einem ersten Rechnernetzwerk 9 angeordnet,
wobei der erste Rechner 1 als ein Server eines Rechnernetzes und das
erste Rechnernetzwerk 9 als ein internes unternehmensweites
Rechnernetz ausgebildet ist. Der zweite Rechner 2 ist in einem zweiten
Rechnernetzwerk 10 angeordnet, wobei der zweite Rechner 2 als ein
Internet-Server ausgebildet ist und das zweite Rechnernetzwerk 10 das
Internet ist. In dem ersten Rechnernetzwerk 9 ist ein dritter Rechner
3 und in dem Schleusenelement 6 ein vierter Rechner 4 angeordnet. Der
Sinn des vierten Rechners 4 besteht darin, verschiedene
Analyseprozesse innerhalb des Schleusenelements 6 durchzuführen und
somit eine gewisse Vorselektion zu treffen.

Um nun Daten von dem ersten Rechner 1 zu dem zweiten Rechner 2 zu
senden, werden die zu sendenden Daten zunächst von dem ersten Rechner
1 zu dem dritten Rechner 3 gesendet. In dem dritten Rechner 3 werden
die Daten analysiert und überprüft. Die Analyse erfolgt vorzugsweise
nach semantischen Gesichtspunkten. Erst wenn die Analyse keine
Beanstandungen ergeben hat, wird das erste Schleusentor 7 geöffnet.

Dann werden die Daten von dem dritten Rechner 3 zu dem
Schleusenelement 6 gesendet, und anschliessend wird das erste
Schleusentor 7 wieder geschlossen. Erst nach vollständigem Schliessen
des ersten Schleusentors 7 wird das zweite Schleusentor 8 geöffnet.

Dann werden die Daten von dem Schleusenelement 6 an den zweiten
Rechner 2 gesendet, und danach wird das zweite Schleusentor 8 wieder
geschlossen.

Zum Empfangen von Daten von dem zweiten Rechner 2 durch den ersten
Rechner 1 wird zunächst das zweite Schleusentor 8 geöffnet, und die zu
empfangenden Daten werden von dem zweiten Rechner 2 zu dem
Schleusenelement 6 gesendet. Dann wird das zweite Schleusentor 8
geschlossen, und erst wenn es vollständig geschlossen ist, wird das
erste Schleusentor 7 geöffnet. Anschliessend werden die Daten von dem
Schleusenelement 6 zu dem dritten Rechner 3 gesendet. Dann wird das
erste Schleusentor 7 geschlossen. Danach analysiert und überprüft der
dritte Rechner 3 die Daten. Erst wenn die Analyse keine Beanstandungen
ergeben hat, werden die Daten von dem dritten Rechner 3 an den ersten
Rechner 1 gesendet.

Durch das Schleusenelement 6 zwischen dem ersten Rechner 1 und dem
zweiten Rechner 2 erfolgt eine physikalische Trennung der beiden
Rechner 1, 2 bzw. der beiden Rechnernetzwerke 9, 10. Dadurch können
Online-Angriffe von aussen auf den ersten Rechner 1 in dem
Rechnernetzwerk 9 verhindert werden, und es ist unmöglich, die
Analyseprozesse, die in dem dritten Rechner 3 durchgeführt werden, von
aussen zu manipulieren, da ein direkter Zugriff von aussen auf den
dritten Rechner 3 dank des Schleusenelements 6 nicht möglich ist.

Die Datenverbindung zwischen dem ersten Rechner 1 und dem zweiten
Rechner 2 ist als eine
Integrated-Services-Digital-Network(ISDN)-Verbindung 5 nach dem
Net-Terminal-Basis-Adapter(NTBA)-Standard ausgebildet. An die
ISDN-Verbindung 5 ist auch der dritte Rechner 3 angeschlossen. Der
vierte Rechner 4 hängt nicht unmittelbar an dem ISDN-NTBA, da er -
über ein eigenes Netz - mit dem Schleusenelement 6 verbunden ist. Auf
diese Weise kann die Funktion des Schleusenelements 6 einfach und
wirkungsvoll realisiert werden. Die ISDN-Verbindung 5 nach dem
NTBA-Standard weist zwei Datenübertragungskanäle (B-Kanäle) und einen
Steuerkanal (D-Kanal) auf. Somit gestattet ein ISDN-NTBA maximal zwei
Datenübertragungsverbindungen gleichzeitig.

Wenn der dritte Rechner 3 zu dem Schleusenelement 6 eine Verbindung
zum Zwecke der Datenübertragung aufbaut, werden hierfür beide B-Kanäle
benötigt: Über den einen B-Kanal erfolgt die Anwahl des
Schleusenelements 6, und über den anderen B-Kanal wird die
Datenübertragungsverbindung zu dem Schleusenelement 6 hergestellt. Die
zwischen dem dritten Rechner 3 und dem Schleusenelement 6 hergestellte
ISDN-Verbindung 5 entspricht einer Schleusentorstellung, bei der das
erste Schleusentor 7 geöffnet und das zweite Schleusentor 8
geschlossen ist. Eine gleichzeitige Verbindung des Schleusenelements 6
zu dem zweiten Rechner 2 (zweites Schleusentor 8 geöffnet) ist also
aufgrund der technischen Gegebenheiten bei ISDN-NTBAs ausgeschlossen.

Wenn umgekehrt über einen der beiden B-Kanäle bereits eine Verbindung
zwischen dem zweiten Rechner 2 in dem zweiten Rechnernetzwerk 10 und
dem Schleusenelement 6 besteht (zweites Schleusentor 8 geöffnet), kann
der dritte Rechner 3 keine Verbindung mehr zu dem Schleusenelement 6
herstellen (erstes Schleusentor 7 kann nicht geöffnet werden), da
dazu, wie oben erläutert, beide B-Kanäle des ISDN-NTBA benötigt
werden.


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