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Stac PPP ISDNJPEGMPEG & CoGIF, LZWTruetypeViterbi

Viterbi: 1 Algorithm, 4470 Patents
Commemorate Banana Union Day

The Viterbi Algorithm helps calculate the probability that a sequence of observations represents an intended ideal construction (e.g. that a mispronounced word is actually that word). It was published in 1967 and has a vast field of applications. An exemplary case of software patentability was established around algorithm in 1992-1996 in Germany. At the EPO and USPTO the dam broke earlier, resulting in a flood of 4470 patents which clutter various fields from telecommunication, data transmission to speech recognition, text processing and business process optimisation. These patents are sometimes cited as an example of a kind of data processing that solves "technical problems" and can be distinguished from "data processing as such" or "pure business methods".
The first Viterbi patent was applied for and granted in the USA in the 1970s:

US3872432: SYNCHRONIZATION CIRCUIT FOR A VITERBI DECODER

Inventor:
Bismarck, Otto Herbert; Fords, NJ
Assignee:
International Telephone and Telegraph Corporation, Nutley, NJ
Date of Grant:
1975-03-18
Date of Application:
1974-04-10

Meanwhile there is a total of 4470 patents and patent applications on viterbi decoders and viterbi-based algorithms

Titel:
VERFAHREN ZUM VERALLGEMEINERN DES VITERBI-ALGORITHMUS UND EINRICHTUNGEN ZUR DURCHFUEHRUNG DES VERFAHRENS
erteilte Patente:
DE3910739C3

EP0391354

US 5181209

Erfinder:
Name:
Hagenauer, Joachim, Dr.-Ing; Hoeher, Peter, Dipl.-Ing.
Adresse:
DE-8031 Seefeld
Anmelder:
Deutsche Forschungsanstalt fuer Luft- und Raumfahrt eV

DE 5300 Bonn

Claim 1:
Verfahren zur Verallgemeinerung des Viterbi-Algorithmus, bei welchem in einer Metrik-Inkrement-Einheit (TMU) die Übergangskosten gebildet werden und in der nachgeschalteten Addier-Vergleich-Auswähl-(ACS-)Einheit ein Addieren, ein Vergleichen sowie ein Auswählen vorgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß
  • für jeden Zustand die Differenzkosten von zwei eintreffenden Pfaden berechnet werden, wobei eine Zuverlässigkeitsinformation am Anfang jedes Pfades auf den höchsten Wert festgelegt wird,
  • dann der Zuverlässigkeitswert des Pfades mit den kleinsten Kosten an den Stellen aufgefrischt wird, wo die Informationsstellen von dem konkurrierenden Pfad abweichen, wobei das Auffrischen gemäß einer Tabelle vorgenommen wird und wobei der vorherige Wert der Zuverlässigkeitsinformation und die Differenzkosten als Eingangsgröße in der Tabelle angelegt werden,
  • hierauf der neue Wert aus der Tabelle entnommen wird und zusammen mit harten Entscheidungen als Pfadgedächtnis abgespeichert wird, wobei das Abspeichern in Form von Fest- oder Gleitpunkt-Werten erfolgt, und schließlich die Analogwertentscheidung aus der Stelle herausgelesen wird, die sich nach einer Entscheidungsverzögerung für den Pfad mit den kleinsten Kosten ergibt, wo bei das Vorzeichen der Analogwert-Entscheidungen die harten Entscheidungen des bekannten Viterbi-Algorithmus sind.
The "invention" consists in a generalisation on the Viterbi algorithm of 1967, by which channel distortions are imitated as "sequences of transmission data" and the resulting time curves ("paths") are compared to the real signal, such that the most similar curve is interpreted as the most significant one.

As can be seen, the patent claim contains nothing but a mathematical method, adding some lookup tables of numerals to the Viterbi algorithm.

Es gab beim DP schon 1975 eine Patentanmeldung die sich auf den Viterbi-Algorithmus stützte:

DE2515038A1:
Synchronisationsschaltung fuer einen Viterbi-Dekodierer

Diese kam aber nie zur Erteilung, weil der Patentanwalt wahrscheinlich vom Prüfungsantrag beim DP abriet -- man hätte damals mit Sicherheit NICHT erteilt.

Interessanterweise kam aber diese Patentanmeldung in den USA unter US3872432: SYNCHRONIZATION CIRCUIT FOR A VITERBI DECODER zur Erteilung.

Ähnlich auch bei Hagenauer: Sowohl US-Pat als auch EP-Pat kamen problemlos zur Erteilung:

US-Patent:
1993-01-19

US5181209

Method for generalizing the viterbi algorithm and devices for executing the method

EP-Patent:
1994-11-09

EP0391354B1

Method of generalizing the Viterbi-algorithm and apparatus to carry out the method

Nicht so die DE-Anmeldung.

Hier gab es folgendes Prüfungsverlauf:

1990-10-11OP8 + Request for examination as to paragraph 44 patent law
1992-05-21D2 + Grant after examination
1992-10-298363 - Opposition against the patent
1996-09-268366 + Restricted maintained after opposition proceedings
2002-05-238327 Change in the person/name/address of the patent owner (New owner: SAMSUNG ELECTRONICS CO., LTD., SEOUL/SOUL, KR

Im BPatG war dem Hörensagen nach der 21. Senat unter Richter Wilfried Anders zuständig, der sich als "fortschrittlicher" Vorkämpfer der grenzenlosen Patentierbarkeit bei der Patentanwaltschaft einen Namen gemacht hat.

Nach der vom BPatG. erfolgten Bestätigung der Etscheidung gab es in Bezug auf Viterbi-Anmeldungen weltweit KEIN HALTEN mehr. Inzwischen gibt es hunderte, ja Tausende angemeldete und erteilte Patente.

Bei diesem Fall kommt ganz klar zu Tage:

Beginnen die USA mit Patenterteilungen auf abstrakte Ideen, wächst der Druck auf das EPA, ebenfalls Patente in diesen Bereichen zu erteilen.

Erteilt das EPA Patente auf abstrakte Ideen, wächst beim Deutschen Patentamt der Druck, nachzuziehen.

GRUR schrieb erst 1996 darüber.: BPatG GRUR 1996, 866 - "Viterbi-Algorithmus"

Wolfgang Tauchert schreibt zu dieser BPatG-Entscheidung unter http://www.jurpc.de/aufsatz/20010040.htm#rfn33

Auf längere Sicht wird sich die Diskussion vom der Interpretation des Begriffs "Programm als solches" auf das Verständnis des Begriffs "Technik" und auf die Bewertung der Merkmale im Zusammenhang mit der zur erfinderischen Tätigkeit verlagern. Beispielsweise die Abgrenzung zwischen rein mathematischen Verfahren und technischen Algorithmen wird eine systematische und allgemein handhabbare Regelung erfordern. Ansätze dazu sind bereits vorhanden.

Interessant dazu auch unter http://www.innovation.co.at/IMG/TM_SOFTWARE.PDF auf Seite 37 wo es heißt:

VITERBI-Algorithmus

..zum Empfang von gestörten Kanal übertragenden Signalen..

Das Technizitäts-Erfordernis wird hier offenbar durch eine bloße Zweckangabe erfüllt.

Auch ein Computer Law Association Bulletin in Engl. gibt es dazu: http://www.cla.org/007844_10CLA_jj.pdf, s. Seite 10 (von 40)

Weniger ergibig zu diesem Thema ist der Jahresbericht des Bundespatentgerichts

If you have any questions concerning the swpat project, please do not hesitate to contact user swpat-help on machine ffii org.

?!?Document the german cout decision
?!?Document effects of the Viterbi patents
Ask researchers and entrepreneurs in the concerned fields
?!?Subject some Viterbi patents to the Test Suite
see Patentability Legislation Benchmarking Test Suite

Examine closely to what extent patents in the Viterbi would be patentable according to different candidate patentability standards and whether that would serve to promote progress of science and the useful arts.

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