Eine ganz durch Abkommen mit Unternehmen und Verbänden finanzierte Zeitung aus einer Verlagsgruppe, die vorauseilenden Gehorsam gegenüber den (vermeintlichen) Interessen der potentiellen Geldgeber pflegt und bislang durch Patentpropaganda der plumpesten Art auffiel. Mit Softwarepatenten ihr Brot verdienende Patentanwälte wie Axel Pfeiffer werden hier in jedem Artikel als Autorität zitiert. Wenn etwa die Bundesjustizministerin zur CZ etwas gegen Softwarepatente sagt, wird das Zitat von Frau Däubler-Gmelin unterschlagen und durch einen abwertenden Kommentar von PA Pfeiffer ersetzt. Nicht selten kommen auch FFII/Eurolinux kurz zu Wort, aber mehr in der Rolle exotischer Dissidenten, die auf verlorenem Posten stehen. Dies spiegelte sich auch in einigen von der CZ veranstalteten Podiumsdiskussionen wieder, etwa nach dem Muster: "Opensource-Sozialromantiker Hartmut Pilch gegen drei Praktiker aus dem Patent-Establishment". Da in Wirklichkeit aber das Geld nicht unbedingt nur bei den Großfirmen und ihren Patentrechtlern liegt, besteht Hoffnung auf Besserung. Wie strengen Weisungen die Redakteure unterliegen, ist uns nicht klar. Der Chef Eduard Heilmeier hat immerhin auch ein Unix/Open-Magazin betrieben. Im Prinzip dürfte es ihm egal sein, woher die Kohle kommt.