The competitiveness of European enterprises in the face of globalisation - How it can be encouraged
Die Stellungnahme, unterschrieben von den regionalen Regierungschefs, warnt, dass das Patentsystem nicht universell anwendbar ist und insbesondere nicht auf Software ausgeweitet weren sollte.
Study by Dirk W.F. Verkade, professor of IP law, commissioned by Dutch Ministery of Economic Affairs, published as a book with ISBN 90-5409-267-X. The book's main thrust is that extension of patentability to software is very dangerous and the power copyright in the software business should not be underestimated.
Study on the desirability of software patents ordered by the Directorate General Enterprises of the European Commission, performed by UK researchers among SMEs, large enterprises and research institutions.
In Auftrag gegeben von der Generaldirektion Binnenmarkt und durch eine londoner Gruppe von Patentanwälten durchgeführt, die für ihr Eintreten für Softwarepatente bekannt sind. Offenbar als Reaktion auf die Eurolinux-Petition wurde die anfängliche Anwalts-Studie "Studie über Volkswirtschaftliche Auswirkungen" umbenannt und ein Volkswirtschaftler beauftragt, ein Wirtschafts-Kapitel zu schreiben, welches jedoch nicht zu den Schlussfolgerungen kam, die die Kommission erhofft hatte. Deshalb wurde die Studie für sechs Monate unter Verschluss gehalten, bis sie die Grundlage einer Konsultation (con00) wurde:
Es gibt keine Belege dafür, dass vom Besitzen von Softwarepatenten ausgelöste positive Effekte die folgenden schweren Bedenken aufwiegen:
Nach der unerwarteten Entscheidung der nationalen Regierungen, Abstand von den Plänen zu nehmen, den Artikel 52 des Europäischen Patentübereinkommens zu ändern, kündigte die Kommission eine weitere "Konsultation" an. Vorige Beratungen hatten nur die Klientel der Abteilung für Gewerbliches Eigentum für gewerbliches Eigentum, unter anderem 40 gemeinsame Patent-Anwälte, die Fragen stellten, die nur auf ihre Interessengruppe zugeschnitten waren. Die neue Beratung wurde auf die gleiche Weise durchgeführt, aber auf Grund des höheren öffentlichen Interesses, das der Prozess in der Zwischenzeit erreicht hat, trafen fast 1500 Anfragen von unerwarteten Stellen ein.
Wie viel Prozent der Teilnehmer aus den folgenden Gruppen waren gegen Softwarepatente:
| Einzelpersonen | 98.5% |
|---|---|
| Kleine und mittelständige Unternehmen | 95% |
| Großunternehmen | 81% |
| Verbände | 45% |
| Benutzer | 99,6% |
| Studenten | 99,5% |
| Akademiker | 98,0% |
| Softwareentwickler | 95,8% |
| Patentberufler | 33% |
| Regierungen | 22% |
Hieraus ist ersichtlich, dass die Patentfunktionäre der Regierungen noch mehr für die Arbeitsweise des Europäischen Patent-Amtes eingenommen sind, als große Unternehmen und Patentanwälte. Dies ist nicht verwunderlich, da diese Praxis des Europäischen Patentamts von diesen Leuten eingeführt wurde, die ihre Regierungen im EPA-Verwaltungsrat und in der Arbeitsgruppe Patente des EU-Rates vertreten.
Die Kommission schloss aus den Angaben einiger weniger Verbände wie EICTA und UNICE, deren Patentpolitik von Patentanwälten großer Unternehmen dominiert wird, dass sich eine "wirtschaftliche Mehrheit" für Softwarepatente ausgesprochen habe. Jedoch kommen 2/3 der Arbeitsplätze und Steuern im Software-Sektor auf die kleinen und mittelständischen Betriebe, von denen nur sehr wenige Interesse am Patentieren haben.
siehe auch Die "Ökonomische Mehrheit" in der Softwarepatent-Debatte
Eine Umfrage unter mehreren hundert Unternehmen, durchgeführt vom Fraunhofer Institut für Innovationsforschung und Max-Planck-Institut für geistiges Eigentum, in Auftrag gegeben von der Patentabteilung des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, alle mit starker Pro-Patent-Neigung, kam zu folgenden Ergebnissen:
Report of the Dutch Ministry of Economic Affairs of 2001
Study by the Dutch Ministry of Economic Affairs.
Die Monopolkommission (ein dem deutschen Wirtschaftsministerium angehöriges Wettbewerbsbeobachtungsorgan) drückt Besorgnis über die jüngste Praxis der Patentämter und -gerichte beim Erteilen von Softwarepatenten aus. Sie kritisiert diese Praxis als illegal und schädlich für Innovation und Wettbewerb.
Das Staatliches Planungskommissariat Frankreichs veröffentlichte am 17.10.2002 eine Studie über die volkswirtschaftliche Planung, die einen Überblick über die Software-Industrie in Frankreich gibt (270.000 Angestellte, 31,6 Milliarden Umsatz im Jahr 1999) und Frankreichs Software-Industrie durch proprietäre Standards und Patent-Gefahren behindert sieht. Außerdem empfiehlt sie, dass Algorithmen und Geschäftsmethoden nicht patentierbar sein sollten, sowie Formate und Standards geöffnet und Patente für technische Erfindungen, die Software benutzen auf 3-5 Jahre begrenzt werden sollten.
Die Studie wurde von der Generaldirektion Unternehmen der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben.
Der Wirtschafts- und Sozialausschuss ist das Haupt-Beratungsorgan der EU, diese Stellungnahme wurde durch eine Plenar-Abstimmung bestätigt
Die US Handelsbehörde (FTC) veranstaltete Anhörungen unter Softwareunternehmen, die eine allgemeine Abneigung der US-Softwareindustrie gegen Softwarepatente zeigten. In früheren Anhörungen im Jahre 1994 hatten große Unternehmen wie Adobe, Oracle oder Autodesk die Patentierbarkeit von Software entschieden abgelehnt. Diese mal sagte Robert Barr, Vize-Präsident und Leiter der Abteilung für geistigen Eigentums bei Cisco Inc (einer führenden Firma im Bereich der Internet-Technologie, die für viele esl Beispiel für modernes Innovations-Management ansehen):
[...]
Die Zeit und das Geld, die wir auf Patentanmeldungen, Patentverfolgung, Patenterhaltung, Patentrechtsstreite, und Patentlizensierung verwenden, hätten man besser für Produkt-Entwicklung und -Forschung nutzen können, was zu mehr Innovation geführt hätte. Aber wir melden jedes Jahr Hunderte von Patenten an, aus Gründen, die nichts mit der Vermarktung oder dem Schutz unserer Innovationen zu tun haben.
[...]
Darüber hinaus schützt das Anhäufen von Patenten nicht wirklich das Problem unabsichtlicher Patentverletzung durch voneinander unabhängige Entwicklung. Wenn wir von einem Patentbesitzer verklagt werden, der keine Produkte herstellt oder verkauft, oder nur in einem sehr viel geringeren Maße als wir es tun, haben unsere Patente keinen ausreichenden Wert für die andere Partei um sie von einem Prozess abzuhalten oder ihre Geldforderungen zu verringern. Statt Innovation zu belohnen, bestraft das Patentsystem innovative Unternehmen, die erfolgreich neue Produkte auf den Markt bringen und bezuschußt und belohnt so diejenigen, die es nicht schaffen.
Der Abschlussbericht der FTC, veröffentlicht in Oktober 2003, kommt zu dem Schluss, dass das Patentsystem in einigen Gebieten (die Pharmaindustrie wird als Beispiel genannt) wettbewerbsfördernd und produktivitätssteigernd wirkt, während es in anderen Gebieten schädlich ist, besonders dort, wo Software- und Geschäftsmethoden betroffen sind. Der Bericht drückt Zweifel an der Weisheit früherer Gerichtsentscheidungen aus, die Patentierbarkeit in diesen Gebieten zuzulassen und schlägt eine Reihe von Massnahmen vor, um zumindest einige Schäden zu reparieren. Die Stellungnahmen in der Anhörung wurden wie folgt zusammengefasst:
Als eine der "vordringendlichsten Maßnahmen zur Stärkung der Innovation und des wirtschaftlichen Wachstums in Deutschland" empfiehlt ein Bericht von Deutsche Bank Research:
Seit 1998 lässt das Europäische Patentamt (EPO) Programmansprüche zu, d.h. Ansprüche der Form
Seit 1986 lässt das EPO Prozessansprüche für Gegenstände zu, wo die "erfinderische" Leistung allein in der Datenverarbeitung liegt und für die daher Programmansprüche passender und ehrlicher gewesen wären.
In anderen Worten: Wenn die angebliche Leistung angemessen in einem Programmanspruch ausgedrückt werden kann, ist sie keine Erfindung im Sinne des Gesetzes.
siehe auch Art 52 EPÜ: Auslegung und Novellierung
Der Vorschlag der Europäischen Kommission nutzt die EPA-Definition, während das Europäische Parlament den Begriff neu definiert hat, um das Gegenteil auszusagen: Technische Erfindungen (technische Lösungen, die auf Naturkräfte zurückgreifen), für deren Implementation ein Computer benutzt wird. Die Arbeitsgruppe des Rates hat wiederum eine andere Definition, die sowohl technische Erfindungen als auch Software-Entwicklungen einschließt.
siehe auch Warum Software -- insbesonder Embedded Software -- nicht patentierbar sein sollte und FFII-Interessenlage zur EU-Softwarepatentrichtlinie
Der Bezug auf "Naturkräfte" ist im traditionellen Patentrecht omnipräsent. Der Begriff wurde im skandinavischen Patentrechts-Vertrag kodifiziert , sowie in verschiedenen anderen Patent-Gesetzen in Osteuropa und Ostasien. Er erscheint in den meisten Entscheidungen gegen die Patentierbarkeit von Software von deutschen, aber auch US-amerikanischen, französischen und vielen anderen Gerichten.
siehe Patentjurisprudenz auf Schlitterkurs -- der Preis für die Demontage des Technikbegriffs
Es mag modern sein, Dinge einfach zu machen, aber ist es auch modern, einfache Dinge zu patentieren?